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AG Übertritt - ein Überprüfungsangebot |
Bilder: links die Mädchenrealschule, mittig das Willibald-Gluck-Gymnasium und rechts das Ostendorfer Gymnasium in Neumarkt
Eltern sollen kompetent entscheiden können
Die_Volksschule_Deining bietet nun bereits im zweiten Jahr für Schüler der 4. Jahrgangsstufe am Nachmittag eine AG-Übertritt an. Unterrichtet wird die AG von einer erfahrenen Lehrkraft der 4. Klasse, Brigitte Michael-Steindl. Sie wirkte viele Jahre bei Aufnahmeprüfungen mit. Zahlreiche Argumente sprechen dafür, dieses Angebot zu machen und viele Schüler nutzen es.
Nachdem man die Notengebung insgesamt hinterfragen kann (vgl. an anderer Stelle) und für gleiche Bildungsab- schlüsse innerhalb Deutschlands schon recht unterschiedliche Leistungen erbracht werden müssen (vgl. Textspalte rechts), können Eltern auch fragen, ob die Übertrittsnoten in Deining vielleicht schwerer erhältlich sind, als etwa in Neumarkt oder Nürnberg. Das würde zurecht als unfair empfunden.
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Das Ziel unserer AG Übertritt ist vorrangig, Eltern und ihren Kindern einen Prüfstein an die Hand zu geben, damit sie - neben den Noten - noch eine weitere Möglichkeit zur Leistungsbeur- teilung des Kindes haben und die Übertrittsentscheidung kompetenter getroffen werden kann. Der Unterricht in der AG Übertritt, meist im Vortragsstil, bleibt straff an den Aufgabenstellungen, auf spielerische und extrinsisch motivierende Methodik und Didaktik wird weitgehend verzichtet - ganz so, wie man sich den Unterricht in Gymnasien eben vorstellt. Vorteil fürs Kind: Wenn es denn später so kommt, hatte man vorher gewusst, worauf man sich einlässt. Wenn es nicht so kommt - umso besser! (Hier geht´s zum Abschlussbericht 06)
Auch für Lehrkräfte hat die AG Vorteile, denn es hatte uns zunehmend gestört, dass immer wieder mal irgendwelche Eltern das Gerücht schürten, wir würden Kinder - entgegen ihrer höheren Fähigkeiten - an der Volksschule halten wollen. Dies weisen wir zwar zurück, können das Gegenteil auch beweisen, was aber zur Zufriedenheit dieser Eltern nicht beiträgt, wenn das Empfinden ein anderes ist. Gerechtigkeit ist also oft auch eine Frage des Empfindens.
Wenn wir nun den Übertrittsgedanken sogar in einer eigenen AG aufgreifen, also fördern, werden solche Vorwürfe ziemlich unglaubwürdig. Vor allem können sich die Schüler in der Gruppe der Übertrittswilligen messen und selber besser einschätzen lernen. Die schwächeren Mitschüler des normalen Unterrichts sind ja in der AG nicht mehr da und können nicht mehr helfen, das eigene Selbstwertgefühl zu heben. Vielleicht kann sich so beim Schüler ein Gespür dafür entwickeln, wo er sich im Ranking des Gymnasiums befinden würde und was er dabei empfindet.
Die Freigabe des Elternwillens zum Übertritt wird sich wohl irgendwann auch in Bayern durchsetzen, meint unser Schulleiter (trotz der Erkenntnisse, die in der rechten Spalte geschildert sind). Dafür werden die Noten dann unwichtiger und Lernen wird stressfreier, ganz im Sinne wissenschaftlicher Erkenntnisse zum erfolgreichen Lernen (vgl. an anderer Stelle dieser Seiten).
Deshalb meinen wir: Helfen wir doch den Eltern über diese AG jetzt schon so gut es geht! Sie können ja ohnehin schon entgegen der Empfehlung der Schule handeln und bestimmte Bevölkerungsschichten haben seit jeher ihr Kind notfalls in eine private Schule gegeben, wo es auf Noten kaum ankam. Also: mehr Bildungsgerechtigkeit! Gleichzeitig geht es dabei auch den Lehrkräften besser, weil sie weniger Ärger und Stress haben. Schließlich - Was haben sie davon, wenn ihnen eine Mutter in einigen Jahren noch vorwirft, dass ihr Kind bei anderen, "weniger strengen" Lehrern die Noten für den Übertritt bekommen hätte.
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Wenn Eltern die Schulart frei wählen können
Die freie Elternentscheidung wird in manchen Bundesländern ermöglicht. Der Präsident des deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus stellte in einer Presseerklärung vom 18.3.97 zu den bundes- landspezifischen Unterschieden folgende Über- legungen an. "Das Leistungsprinzip wird in den Bundesländern unterschiedlich stark gewichtet. CONTRA: Die Tendenz zur "notenfreien Spaß- schule" in manchen Ländern widerspricht aber der "Bereitschaft zur Anstrengung". In Bundesländern mit starker Betonung des Eignungsprinzips beim Zugang zu weiterführenden Schulen wie in Bayern erbringen die Schüler aller Schularten höhere Leistungen als in Ländern, wo der Übertritt aus- schließlich vom Elternwillen abhängt. PRO: Die Gegenposition dazu meint, dass der Leistungsgedanke wichtig sein mag, aber nur Sinn macht, wenn Leistung dann auch gleich gewertet wird. Eine bundesweite oder gar europaweite Gerechtigkeit zur "Bewertung von Leistung" wird selbst durch Bildungsstandarts dennoch nicht herzustellen sein. Der bayerische Schüler mag stolz sein auf seine Leistungen für ein "durchschnittliches Abitur". Wie steht es aber um seine Chancen auf einen bundesdeutschen Studienplatz, wenn neben ihm ein nicht- bayerischer Abiturient mit weniger Leistung bessere Noten , also ein "gutes Abitur" erzielt hat. Wie steht es z.B. um die Anstellungschancen für einen Deininger Haupt- schüler, wenn er sich - vielleicht erst im Erwachsenenalter - mit seinem "Hauptschulab- schluss" bei einer Firma in Frankfurt bewerben muss neben einem Realschüler aus Düsseldorf, obwohl dieser für seine "Mittlere Reife" vielleicht auch nicht mehr leisten musste als er? Das System schafft keine Gerechtigkeit - also lasst Eltern entscheiden, was für ihr Kind das Beste ist. Aber legt die Entscheidung auf eine Zeit, wo das Kind selber über die eigene Laufbahn Vorstellungen entwickeln kann. Österrich - von den Wirtschaftlern gerade zu unserem Vorbild erhoben - ermöglicht Hauptschülern nach der 8. Klasse noch den geradlinigen Weg zur allgemeinen Hoch- schulreife. Bei uns fällt die Entscheidung in der 4. Klasse Grundschule, also viel zu früh für eine Selbsteinschätzung. Zum Weiterlesen: http://www.mathe-werkstatt.de/allgem/reaktion.htm
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Deshalb steht das Problem "Noten und Leistungsfeststellungen" in unserem Kollegium seit längerer Zeit im Zentrum der Diskussion und der schulinternen Evaluation. Jahrgangsstufenbesprechungen und pädagogische Konferenzen zum Thema fanden statt und wird es künftig geben. Auch mit der Portfolioarbeit gehen wir einen deutlichen Schritt in diese Richtung, der Minimierung von Notendruck. Der schulinternen Gerechtigkeit wegen erfolgen weiterhin die Absprachen der Parallelklassenlehrer zu Aufgabenstellungen in Probearbeiten, was nur dann wirklich fair ist, wenn auch die Unterrichtsinhalte vorher abgesprochen waren.
Denn, egal ob für ihr Kind die Noten der 4. Klasse für den Übertritt knapp oder "locker" reichen, müssen die Eltern doch entscheiden, ob ihr Kind wirklich gehen soll und wenn ja, wohin. Erschwerend kommt dazu, dass in diesem frühen Alter vor allem die meisten Kinder selber noch keine abschließende eigene Meinung dazu entwickeln können. In unserer AG Übertritt liegen dafür mögliche Erfahrungsfelder bereit.
Unsere AG Übertritt mit Brigitte Michael-Steindl kann, mit oder ohne gesetzlich vorgegebenem Notendruck, die Beantwortung nachfolgender Fragen erleichtern. Die selbst gegebenen Antworten auf diese Fragen kann man im Familienkreis, mit der Klassenleiterin, mit Frau Michael-Steindl und mit Frau Haagen-Schimbera (Schulberatung) besprechen. Wenn die Antworten nicht eindeutig sind, empfiehlt sich das Lesen des blauen Textes auf dieser Seite.
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Einige Fragen zum Übertritt
- Will mein Kind von sich aus in diesen Unterricht? - Macht es meinem Kind etwas aus, dass es
nachmittags in die Schule gehen muss/soll? - Geht mein Kind auch ohne beste(n) Freund(in)
in diesen Unterricht? - Werden die zusätzlichen Aufgaben durch
mein Kind gerne erledigt? - Gelangt mein Kind mit diesen Problemstellungen
an seine Grenzen?
- Kann mein Kind jetzt immer noch von Mitschülern
berichten, die schwächer sind? - Muss ich als Mutter oder Vater mein Kind
dazu drängen? - Muss ich als Mutter oder Vater durch
Extrabelohnungen motivieren? - Widmet sich mein Kind aus eigenem
Interesse dieser Thematik?
(2005-11-08 lg)
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M-Zug
Und davon, dass unsere Schule für viele praktisch ver- anlagte oder weniger nerven- starke Schüler die bessere Alterna- tive ist, sind wir sowie überzeugt. Es wird sich über kurz oder lang auch herumspre- chen, dass unsere guten Schüler min- destens so gute Lehrstellen bekommen, wie schwache Real- schüler. Die Volksschule Deining und die Gemeinde unternehmen alle Anstrengungen für ein "das selbständige Lernen befördern- des Schulhaus" - auch in der Freizeit - und will Schülern die Freude am Lernen so lange wie möglich erhalten. Die Mittlere Reife jedenfalls machen viele Schüler, die zunächst an unsere Haupt- schule gehen ja trotzdem. Mit gutem Selbstbewusstsein gehen sie nach der 8. Klasse in den Mittelere-Reife-Zug nach Neumarkt. Die Neumarkter M-Klassen-Lehrer nehmen unsere Deininger Schüler mit Handkuss. So oder ähnlich sagen das jedenfalls Rektor Josef Frankerl von der Hauptschule West und Petra Zeitler von der Hauptschule an der Weinberger Straße. Auch die Neumarkter Fachoberschule mit ihrem Schulleiter Bartsch und seinem Stellvertreter Hornauer loben die M-Schüler, die nach ihren Aussagen, erst kürzlich unserem Schulleiter gegenüber geäußert, keineswegs chancenlos wären. Kultusminister Schneider will jetzt den Weg zum Vollabitur ebnen (vgl. Klick auf Pressemeldung unten).
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Vom M-Zug zum Abitur. Dieser Weg wird geebnet mit dem Wandel der FOS/BOS zur gemeinsamen "Beruflichen Oberschule". Die Politik ist sich einig.
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Der Übertrittsdruck für Schüler und Lehrer beginnt in der zweiten Hälfte der 3. Klasse und flacht mit dem Aushändigen des Übertrittszeugnisses in der 4. Klasse wieder ab. Da ist die Gefahr schon groß, dass die schwächsten Schüler dieser Jahrgangsstufen "verloren gehen". Deshalb unterrichten wir für sie in Mathematik vormittags in einer kleinen Fördergruppe mit reduziertem Lehrplan und bilden im Rahmen des Ganztagsangebotes am Nachmittag eine gemeinsame Hausaufgabengruppe. Anschließend gibt´s noch Freizeitmaßnahmen - Zeit für mehr!
Thema: Orientierungsarbeiten
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Das tun wir für Gerechtigkeit
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